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	<title>Kommentare für LukasLarbig.de</title>
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	<description>politics, political science, sports, pets, meat</description>
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		<title>Kommentar zu Hey Kids &#8211; das ist Carlo: Ein Blick auf den Newcomer &#8220;Cro&#8221; von Marcel</title>
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		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 15:48:17 +0000</pubDate>
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		<description>Der erste Teil deines Artikels ist sehr interessant, wenn auch kontrovers. Die von dir geschilderte Tendenz zur &quot;Entpolitisierung&quot; fällt ja mit den Zwängen zur ökonomischen Selbstoptimierung oder auch Vereinsamung zusammen, die wir in den letzten 20 Jahren beobachten konnten. 

(Zumindest in der von dir gezeichneten Vorstadtjugend oder auch Mittelschicht, in meinem aktuellem Praktikum sehe ich, dass bei Jugendlichen in den Milieus darunter ein großes Bedürfnis nach Solidarisierung vorhanden ist.)

Und genau hier liegt die Trivialität deines Artikels. Der sog. Gangsta-Rap hatte seine Zeit im Mainstream, mit, wie ich finde, fatalen Folgen für eine ganze Alterskohorte (nämlich meine). 
Deine Kritik setzt jetzt an diesem komischen &quot;Cro&quot; an, der diese Sexismen aus dem der Unterschicht verbundenen Gangsta Rap jetzt wieder in den &quot;unpolitischen&quot; Mainstream (Partyszene) trägt. 

Erstens greift diese Kritik viel zu kurz, denn die Sexismen tragen schon jetzt zur doppelten Diskriminierung armer Mädchen bei, sich jetzt darüber aufzuregen, dass Cro das wieder in den Mainstream trägt,  reproduziert diese Marginalisierung nur.

Zweitens ist der Mainstream im allgemeinen und die Partyszene im besonderen seit je her kein Hord von geschlechtlicher Emanzipation gewesen. Schau dir doch nur mal die gesellschaftliche Institution &quot;Tanzen gehen&quot; in Hinblick auf die dort klar eingeteilten Geschlechterrollen an (Mann tanzt Frau an, Frau muss sich erst ziemen usw.). Was dieser Cro macht ist letztendlich nichts anderes, als auf Codes und Normen dieses Milieus zu referieren und sie dadurch zu reproduzieren. Das ist nicht toll, macht aber sichtbar, was schon da ist. Eine Kritik daran ist notwendig, aber nicht neu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der erste Teil deines Artikels ist sehr interessant, wenn auch kontrovers. Die von dir geschilderte Tendenz zur &#8220;Entpolitisierung&#8221; fällt ja mit den Zwängen zur ökonomischen Selbstoptimierung oder auch Vereinsamung zusammen, die wir in den letzten 20 Jahren beobachten konnten. </p>
<p>(Zumindest in der von dir gezeichneten Vorstadtjugend oder auch Mittelschicht, in meinem aktuellem Praktikum sehe ich, dass bei Jugendlichen in den Milieus darunter ein großes Bedürfnis nach Solidarisierung vorhanden ist.)</p>
<p>Und genau hier liegt die Trivialität deines Artikels. Der sog. Gangsta-Rap hatte seine Zeit im Mainstream, mit, wie ich finde, fatalen Folgen für eine ganze Alterskohorte (nämlich meine).<br />
Deine Kritik setzt jetzt an diesem komischen &#8220;Cro&#8221; an, der diese Sexismen aus dem der Unterschicht verbundenen Gangsta Rap jetzt wieder in den &#8220;unpolitischen&#8221; Mainstream (Partyszene) trägt. </p>
<p>Erstens greift diese Kritik viel zu kurz, denn die Sexismen tragen schon jetzt zur doppelten Diskriminierung armer Mädchen bei, sich jetzt darüber aufzuregen, dass Cro das wieder in den Mainstream trägt,  reproduziert diese Marginalisierung nur.</p>
<p>Zweitens ist der Mainstream im allgemeinen und die Partyszene im besonderen seit je her kein Hord von geschlechtlicher Emanzipation gewesen. Schau dir doch nur mal die gesellschaftliche Institution &#8220;Tanzen gehen&#8221; in Hinblick auf die dort klar eingeteilten Geschlechterrollen an (Mann tanzt Frau an, Frau muss sich erst ziemen usw.). Was dieser Cro macht ist letztendlich nichts anderes, als auf Codes und Normen dieses Milieus zu referieren und sie dadurch zu reproduzieren. Das ist nicht toll, macht aber sichtbar, was schon da ist. Eine Kritik daran ist notwendig, aber nicht neu.</p>
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