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	<title>LukasLarbig.de</title>
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	<description>politics, political science, sports, pets, meat</description>
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		<title>Gedanken zu Georg Schramm (1)</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 18:21:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer der Auschwitz bedauert, weil es die Falschen getroffen hat&#8230; Man könnte die Rollen Schramms für das Meisterstück eines hoch politischen Diplom-Psychologen halten. Sein Auditorium erkennt den Rentner Dombrowski ebenso wie den Oberstleutnant Sanftleben &#8211; sich möglicherweise gelegentlich auch selbst &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=171">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Einer der Auschwitz bedauert, weil es die Falschen getroffen hat&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Man könnte die Rollen Schramms für das Meisterstück eines hoch politischen Diplom-Psychologen halten. Sein Auditorium erkennt den Rentner Dombrowski ebenso wie den Oberstleutnant Sanftleben &#8211; sich möglicherweise gelegentlich auch selbst darin &#8211; wieder. Noch die subtilsten Züge der Figuren finden eine Basis in den realen gesellschaftlichen Verhältnissen und ihrer Wirkungsmacht auf die Deutungswelt, auf den Charakter einer Klasse von Eigenheimbesitzern, die sich permanent als Opfer einer politischen Verschwörung fühlt und inszeniert. Man könnte die Rollen Schramms für ein Meisterstück halten – sie sind eines.<span id="more-171"></span> Doch der Grund dafür liegt kaum in der Auffassungsgabe eines diplomierten kritischen Psychologen, der die Lüste des Mobs kritisch seziert und in einem Konzentrat angereichert darbietet, er liegt vielmehr im beschränkten Horizont und autoritären Charakter Schramms selbst: Im Zorn des Menschen, der die Ungerechtigkeit erkennt und ihre kritische Deutung den niederen Instinkten unterwirft. So ist Dombrowski einer, der gegen die Privilegierten trommelt, einen Mob zu organisieren sich wünscht, der blind vor Wut sich unterwirft, der exekutiert wen immer die Verhältnisse mit Reichtum und Macht versehen haben. Er ist einer, dem die Verhältnisse abgehen, weil sie sich nicht als Adressaten seines Zorns eignen. Ackermann niederzuwerfen, das Sinnbild der „Zinsknechtschaft“ unserer Zeit, ist der konkrete Wunsch, ein abstrakter mag dahinter zu suchen sein, er ist dem Mob egal. Schramm zeigt kein Interesse, den Zorn des vernichtungslüsternen Mobs zu kanalisieren. Er will ihn anfachen. Es entspricht seinem politischen Bewusstsein, das seine Grenzen findet, wo der beschränkte Herrschaftsbegriff &#8211; derer da oben und ihrer willfährig Unterworfenen &#8211; Ambivalenzen aufweist. Für Schramm ist es nur konsequent, die Nähe zu Verschwörungstheoretikern, Esoterikern und Truthern zu suchen. Letztlich gehört er selbst zu jenen, die Auschwitz bedauern, weil es die Falschen getroffen habe&#8230;&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Interessantes dazu:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://reflexion-blog.com/?p=1851" target="_blank">Reflexion-Blog.com: Die Wahl der Qual.</a></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/LJEW1Kj4Gio" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
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		<title>Spiegel-Online: &#8220;Carlo das süße Pandabärchen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 17:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Antwort auf die Behauptung &#8220;Sexismus? Alles vorbei.&#8221; Eine katastrophale journalistische Leistung! „Sexismus? Alles vorbei.“, stellt der Artikel über den Newcomer Cro fest. Wie kommt der Autor zu diesem Urteil? Nachvollziehbar ist es nur qua Unkenntnis des übergroßen Teils der &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=124">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Eine Antwort auf die Behauptung &#8220;Sexismus? Alles vorbei.&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine katastrophale journ<a title="&quot;Carlo das süße Pandabärchen&quot;" href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,824077,00.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-156" title="spon-cro" src="http://lula.bplaced.de/wp-content/uploads/2012/03/spon-cro-300x189.png" alt="" width="300" height="189" /></a>alistische Leistung! „Sexismus? Alles vorbei.“, stellt der Artikel über den Newcomer Cro fest. Wie kommt der Autor zu diesem Urteil? Nachvollziehbar ist es nur qua Unkenntnis des übergroßen Teils der Opus Cro. Symptomatisch auch, wie der musikalische Charakter funkiger Beats offenbar Inhalte überblendet. Andere Berichte über Cro sind der selben empörenden Fehleinschätzung aufgesessen.<span id="more-124"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich hetzt Cro in zahlreichen Songs gegen Homosexuelle. Im Song „Kein Entkommen“ lebt er gar Gewaltphantasien gegen – wie er sie nennt &#8211; „Tunten“ aus: „Wenn ich so Tunten wie dich seh&#8217;, dann wird es ungemütlich – geh zur Apotheke und besorg dir für die Wunden Bepanthen.“. Eine überwältigende Zahl seiner Songs ist von Homo- und Transphobie geprägt. Damit nicht genug, reproduziert er längst überwunden geglaubte heteronormative Rollenvorstellungen bei Jugendlichen einer (klein-)bürgerlichen Mittelschicht. Ein weiterer fundamentaler Fehler des Artikels liegt nämlich darin, ihn an die Stelle des Gangstaraps treten zu lassen. Das Publikum ist ein vollkommen verschiedenes. Wurden überkommene Rollenklischees vom Gangstarap hauptsächlich innerhalb einer bildungsfernen, überdurchschnittlich migrantisch geprägten und damit auch stärker etwa arabisch tradierten, Unterschicht reproduziert, ist das eben nicht die Zielgruppe des Newcomers Cro. Dieser reproduziert vielmehr den von krassen sozialen Widersprüchen vermittelten Inhalt des Vorstadtghetto-Gangstarap in die Sphäre der behüteten Kleinstadtmittelschicht. Ohne zu unterschätzen, was Aggro-Berlin, Sido, Bushido et al. bei einer gesamten Generation ohnehin unterprivilegierter Mädchen und Jungen angerichtet haben, ist das Hochpushen eines, wie mir in diesen Tagen häufig entgegengebracht wird, „nur halb so schlimmen“ Sexisten mit einem erheblichen Einflusspotential auf Mittelschicht-Teenager zwischen zwölf und 17 Jahren, kaum mit der gesellschaftlichen Verantwortung eines liberalen Leitmediums vereinbar.</p>
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		<title>Was Sarrazin im Mai über die Eurokrise veröffentlicht&#8230;&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 14:11:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Hobby-Wünschelrutengänger und Wahrsager veröffentliche ich vorab die Hauptthesen aus Sarrazins Buch über den Euro. Die Thesen Sarrazins zur €-Krise ausgependelt&#8230;. Nachdem der Sarrazin-Hype abgeflaut scheint, erreicht uns prompt eine Ankündigung: Der Aufklärer und Tabubrecher für die einen, der Misanthrop, &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=138">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Als Hobby-Wünschelrutengänger und Wahrsager veröffentliche ich vorab die Hauptthesen aus Sarrazins Buch über den Euro.</strong></p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_132" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://lula.bplaced.de/wp-content/uploads/2012/03/wünschelr-kl.png"><img class="size-medium wp-image-132" title="wünschelr-kl" src="http://lula.bplaced.de/wp-content/uploads/2012/03/wünschelr-kl-300x273.png" alt="" width="300" height="271" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Die Thesen Sarrazins zur €-Krise ausgependelt&#8230;.</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Nachdem der Sarrazin-Hype abgeflaut scheint, erreicht uns prompt eine Ankündigung: Der Aufklärer und Tabubrecher für die einen, der Misanthrop, Eugeniker, Rassist, sprich die persona non grata der anderen, kein geringerer als der Ex-Senator, Ex-Bundesbanker, fast Ex-Sozi Thilo Sarrazin wird ein weiteres Buch veröffentlichen. Nach dem Erfolg des ersten („Deutschland schafft sich ab“), kann kein Zweifel daran bestehen, dass wir einen Bestseller befürchten müssen. Mit dem eugenisch-bevölkerungsökonomischen Dystopia, dessen Hauptthese sich auf die augenscheinlich leporidae Fortpflanzungspraxis ethnischer Randgruppen stützt, hat er den Deutschen die innere Krise von Nation und Herrenrasse vor Augen geführt.<span id="more-138"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Mit seinem neuen Werk vervollständigt er die Opus nach aussen: Es geht um Europa, vielmehr das Utopia Europa, dessen Niedergang durch die Euro-Krise. Die war abzusehen für einen Notenbanker. Er, Sarrazin, hat das alles schon lange gewusst. So wie übrigens jeder Vulgärökonom nach dem Hören jedweder Einführungsvorlesung in die Makroökonomie ahnen konnte, dass die Architektur der Gemeinschaftswährung ein recht labiles Gebäude ist. Gut, dass der Aufklärer dem gemeinen Volk nun diese lange verheimlichte Wahrheit der Eliten präsentiert: Dass eine gemeinsame Geldpolitik nicht erfolgreich sein kann, wenn sich Regionen vollkommen disparat entwickeln. Er findet dafür gewiss nicht die Erklärungen, die ich mir wünschte: Die rücksichtslose Liberalisierung von (Arbeits-)Märkten im Zentrum europäischer „Integration“ spielt für Sarrazin  gegenüber nationalen Mentalitäten eine untergeordnete Rolle. Dass die wirtschaftliche Entwicklung der Krisenstaaten mit der europäischen nicht Schritt halten konnte geht seiner Analyse zufolge aufs Konto der Untugend &#8211; von Griechen, Iberern und Iren. Der Genuss von schwerem Wein und nussigem Schinken, klarem Ouzo und zartem Lamm, torfigem Whisky und torfigem Bier, sind den eingeborenen Möchtegerneuropäern, was dem Deutschen die preußische Tugend bleibt: Lebensinhalt. Und so setzt sich die Misere fort: Die Krise geht zwar aufs Konto der Griechen, der deutsche Michel muss sie ausbaden. Da der Michel – wie wir aus Sarrazins erstem literarischen Erguss wissen &#8211; genetisch zur Tugend prädisponiert ist, wird er härter für die Entschuldung des helenischen Dauerurlaubers rackern müssen als zuvor. Es sei denn wir zögen endlich die einzig wahrhafte Konsequenz: wieder eine nationale, eine arische Einheit zu formen &#8211; durch ein Ende der europäischen Träume und die Rückkehr zur Reichsmark.</p>
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		<title>In eigener Sache *Update*</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 09:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser_innen! Ich hoffe ihr versteht, dass ich zahlreiche Kommentare zu meinem letzten Artikel moderieren muss. Im Klartext heißt das: Da es mir hier um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit einem neuen Genrephänomen geht, werde ich keine Kommentare veröffentlichen, die 1. &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=111">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser_innen!</p>
<p>Ich hoffe ihr versteht, dass ich zahlreiche Kommentare zu meinem letzten Artikel moderieren muss. Im Klartext heißt das<span id="more-111"></span>: Da es mir hier um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit einem neuen Genrephänomen geht, werde ich keine Kommentare veröffentlichen, die<br />
1. beleidigend sind,<br />
2. sich um Stile drehen, oder<br />
3. mit &#8220;Das ist jawohl lächerlich&#8230;&#8221;, beginnen &#8211; auch wenn sie weitgehend inhaltliche Beiträge darstellen.</p>
<p>Auf einen anonymen Beitrag, den ich zwar nicht veröffentliche, da er die sachliche Auseinandersetzung nichtmal tangiert, hätte ich zumindest gerne persönlich geantwortet. Eine Kontaktmöglichkeit fehlt aber leider&#8230;</p>
<p>* Gegen mindestens einen, mit Beleidigungen, diskriminierenden und rassistischen Äußerungen gegen Minderheiten, sowie persönlichen Drohungen gespickten Kommentar werde ich Strafanzeige erstatten.</p>
<p>BG</p>
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		<title>Hey Kids &#8211; das ist Carlo: Ein Blick auf den Newcomer &#8220;Cro&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 12:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Cros Frauenbild und Selbstverständnis – eine kurzer Blick auf den Song „Sorry Girl“ Der Rapper Cro feiert mehr und mehr seinen Durchbruch in der jungen Partyszene. Musikalisch unterscheidet er sich vom typischen Genrestyle der Gangsterrapper durch die Leichtigkeit seiner &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=109">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Zu Cros Frauenbild und Selbstverständnis – eine kurzer Blick auf den Song „Sorry Girl“</strong></p>
<p><iframe width="640" height="480" src="http://www.youtube.com/embed/NzzVwT-jWDg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Der Rapper Cro feiert mehr und mehr seinen Durchbruch in der jungen Partyszene. Musikalisch unterscheidet er sich vom typischen Genrestyle der Gangsterrapper durch die Leichtigkeit seiner Beats. Im Gegensatz zu Sido, Bushido &amp; Co. scheint durch seine Musik nicht im Geringsten die soziale Spannung und Identitätssuche Jugendlicher im Vorstadtmilieu. Melancholie und Dystopie finden weder bei Beats noch in Texten ihren Platz. Beide referieren eher auf den reflexionslosen Hedonismus (klein-)bürgerlicher Jugendkultur. Dem bewussten Infragestellen sozialer Strukturen und besoders Rollenzuweisungen als Kernmerkmal der Adoleszenz folgt seit einigen Jahren ein Backlash der Jugendkultur auf eben die Negation sozial erwarteter Devianz in der politischen Dimension. In diesem Prozess entfernt sich postmoderne Jugendkultur vom Politischen insgesamt. Gesellschaftliche und Selbstreflexion fallen dabei auch einer Partykultur zum Opfer, die vor allem auf einer Welle der Verweigerung dessen trägt, was die Elterngeneration als gesellschaftlichen Fortschritt begreift und vor allem erlebt hat. Um nicht in ein antihedonistisches Manifest zu verfallen, was in keiner Weise intendiert ist – insbesondere, da grundsätzlich gar kein Widerspruch zwischen hedonistisch orientierter Kultur und Reflexion behauptet werden kann – wollen wir mal schauen, wie sich das bei Cro in der Dimension Geschlecht widerspiegelt&#8230;<span id="more-109"></span></p>
<p style="text-align: justify;">„Baby du bist wunderschön, und wir können gerne weiter reden“</p>
<p style="text-align: justify;">Der Sound objektivierender Rollenzuweisungen: Cro hat offenbar keinen Anlass zur Konversation mit Frauen, die nicht seinem Begriff von Attraktivität entsprechen bzw. sich augenscheinlich nicht als potentielle Sexualpartnerinnen für ihn eignen. Die eigene – von starren Potenzvorstellungen geprägte – Identität verbietet es geradezu, Frauen nicht ausschließlich nach ihren Sexualmerkmalen zu beurteilen und überblendet damit deren Subjektivität. Der Rapper begründet diese Objektivierung im Song selbst mit der Stereotypisierung der „Mädels“ als emotional und bindungssuchend, indem er beschreibt, wie sehr sich seine Eroberungen jeweils in ihn verliebten und jeden sexuellen Kontakt unmittelbar mit Heiratsplänen verknüpften. Die Identität seiner „Mädels“ ist damit zugleich über die Bindung an den echten Kerl – das Subjekt Cro – geknüpft. Er selbst entspricht demgegenüber dem nach Lust und Befriedigung suchenden selbstreferentiellen Subjekt Mann. Die so konstatierten Ansprüche der objektivierten Frau an die Identitätsbildung über seine Attribute beantwortet er schließlich mit: „Ich brech dir nur dein Herz“, „Girl, ich will dich nur fürs Bett“.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinter dem Geschlechterverständnis des, für Cros Verhältnisse eher noch harmlosen, Songs stehen Stereotype, die beachtlicher Weise in dieser jungen Generation und Lebenslage, die sich nicht gerade als bildungsfern beschreiben lässt, tw. ausgeprägter erscheinen, als in früheren. Besonders schwierig macht den pädagogischen Umgang mit den antiaufklärerischen, antiemanzipatorischen Haltungen des Rappers, dass er durch den Einfluss seiner Musik eben genau so nicht wahrgenommen wird. Wie gefährlich eine Normalisierung über scheinbar apolitische aber besonders suggestive Texte für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist, kann im Moment nur befürchtet werden.</p>
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		<title>Was DIE LINKE mit dem Antisemitismus-Vorwurf anfängt</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 18:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich mich bereits vor dem Aufkommen einer neuerlichen Debatte dazu mit dem Antisemitismusproblem eines trotzkistischen Apparats innerhalb der Linkspartei auseinandergesetzt habe, muss ich nun einige meiner aktuellen Eindrücke fassen, ohne die weitere Beschäftigung mit dem vorher konstatierten Problem aufzugeben. &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=92">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem ich mich bereits vor dem Aufkommen einer neuerlichen Debatte dazu mit dem Antisemitismusproblem eines trotzkistischen Apparats innerhalb der Linkspartei auseinandergesetzt habe, muss ich nun einige meiner aktuellen Eindrücke fassen, ohne die weitere Beschäftigung mit dem vorher konstatierten Problem aufzugeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das plötzliche Erscheinen eines Thesenpapiers, dessen Co-Autor aus dem Umfeld der Linkspartei stammt, medial häufig als „Studie“ zitiert, hat in den parteiinternen Auseinandersetzungen erheblich Wellen geschlagen. Mein Eindruck ist, dass sich die damit postulierte diskursive Wirkung der bisherigen Duldung einiger fast offen als antisemitische Hetzer auftretender Bundestagsabgeordneter innerhalb der Gesamtpartei, fast selbst erfüllt. Das Thesenpapier ist imho inhaltlich nicht grundsätzlich zu kritisieren. Intentional sehe ich es eher in der Tradition kritischer Selbstreflexion als politischer Agression. Von der Mehrheit der Parteibasis als letzteres wahrgenommen, entfaltet es jedoch die dem vermutlich zu Grunde liegenden Anspruch diametral gegensätzliche Wirkung. Im Übrigen unabhängig von der Intention einer Kritik wünschte ich mir eine ernsthafte Reflexion ihres Inhalts.<span id="more-92"></span><strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unmittelbare Reflexe </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auf den Antisemitismus-Vorwurf, der sich nüchtern betrachtet gegen eine knappe Hand voll Funktionären richtet, deren krude Israelfeindschaft nüchtern betrachtet kaum jemand an der Parteibasis wirklich begriffen hat, folgten ad hoc Lippenbekenntnisse zum Antisemitismusproblem, teilweise mit einer mal deutlicher mal vageren Einschränkung in Bezug auf Partei und Nahostkonflikt versehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir den Schlaf geraubt hat vielmehr die fast lückenlose Identifikation mit „der Partei“ &#8211; in diesem Moment repräsentiert durch Höger und co. &#8211; in ihren zahlreichen Mustern. Losgelöst von inhaltlichen Perspektiven auf das kritisierte Problem erfolgten unmittelbar Solidarisierungen. Damit nicht genug provozierte der „Angriff“ auf einige „Genoss_innen“ (bzw. „Angriff auf die Partei“) deren ideologische Verteidigung in tw. antisemitischen Hetztiraden, die selbst weit über die israelfeindlichen Auswüchse der Höger-Clique hinausreichen. Noch zahlreicher waren Zuschreibungen, die die Autoren des Thesenpapiers mit latent antisemitischen Stereotypen belegt, nach den dahinter verborgenen Interessen gesucht haben; welche die Kritik grundsätzlich in Frage gestellt und die Kritiker zum Klassenfeind oder mindestens dessen Kollaborateur erklärt haben. Die Kommentierung der entsprechenden Facebook-Diskussionen hätte zum Vollzeitjob gereicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Perspektiven für DIE LINKE </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Verdeutlicht hat die „Debatte“ einerseits, wie tief die Identifikation mit der Partei als Kollektivmacht bei vielen Parteimitgliedern vorhanden ist. Genoss_in ist Genoss_in, solange sie_er die propagandistischen Devotionalien kultureller Art ehrt und Kritiker_in ist Klassenfeind, sofern sie_er jenseits der Agitprop und außerhalb deren Interesse forscht. Die Antisemitismusanalyse ist also auch deshalb gefährlich für die Gesamtpartei, weil sie autoritative Identitäten in Frage stellt, die eine Partei strukturell fordert, oder zur Selbstreflexion zu zwingen versucht; in jedem Fall für die Machtkonstellationen in einer Parteiorganisation ein vages Projekt. Um die Antisemitismusanalyse in Hinblick auf Identitäten trotzdem fruchtbar zu machen, darf sie nicht selbst identitär wirken, sich keinesfalls in gelegentlichen analytisch unkommentierten Vorwürfen ergießen. Zu viele Parteimitglieder reagieren eben darauf affektiert in Abwehrmechanismen der Projektion, Verleugnung, Stereotypie. Auch der Antisemitismus kritische „Reformflügel“ der Partei begeht imho einen Fehler, wenn die Debatte intern gehalten werden und mit Ordnungsmaßnahmen alleine beendet werden soll. Eine kulturelle Ausschließung arbeitet in den gleichen identitätswirksamen Kategorien der Kollektivmacht, die dem Problem der Unmöglichkeit eines sachlichen Umgangs mit Israel offenbar zu Grunde liegt. Der Gedanke an Parteiausschluss sollte imho mit einer breit angelegten und nach innen gerichteten Initiative einhergehen, dem Anspruch folgend kulturelle Identitäten in einer sachlichen Beschäftigung mit dem besonderen Problem Antisemitismus in Frage zu stellen. Realistisch betrachtet stehen die Chancen für ein solches Projekt schlecht, insofern ein Interesse daran höchstens bei wenigen klar markierten Parteimitgliedern vorhanden sein kann. Die als „besonders links“ markierten Strömungen innerhalb der Partei fürchten eine Kollision mit ihren subjektivativ eingebrannten bipolaren Weltbildern, während die reformorientierten Kreise vor allem im Sinne pragmatischer Politikkonstellationen unter Beteiligung anderer Parteien das Offenlegen latent vorhandener Stereotype fürchten.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter dem Eindruck der schrecklichen parteiinternen Internetdiskussionen wage ich in der Frage der zukünftigen inhaltlichen Positionierung zum Nahostkonflikt, zu islamistischen Antisemiten und zum Staat Israel keine weitere Prognose für die Linkspartei&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>United we stand&#8230;.</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 17:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wissen. Wir wissen, wo wir stehn. Es gibt nichts zu diskutieren, weil wir wissen. Kritik ist nicht zielführend. Wir müssen tun statt reden. Die Wahrheit verbreiten, dass wir die Lösung der Klassenfrage sind. Überzeugen. Mehr Menschen. Genossen. Die Linke &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=88">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Klar" src="http://medien.linksfraktion.de/bilder/7748097723.jpg" alt="" width="124" height="175" />Wir wissen. Wir wissen, wo wir stehn. Es gibt nichts zu diskutieren, weil wir wissen. Kritik ist nicht zielführend. Wir müssen tun statt reden. Die Wahrheit verbreiten, dass wir die Lösung der Klassenfrage sind. Überzeugen. Mehr Menschen. Genossen. Die Linke stark machen. Kritik schwächt Die Linke. Es gibt nichts schädlicheres als Kritik. Gemeinsam. Kollektiv. Die Kritik ist der Klassenfeind! Wir hassen die Kritiker, lieben die Tat. Klare Aussagen, klare Kante: Klar.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Zur Nahost-Debatte innerhalb der Linkspartei (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 17:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Marx21 kritisiert den „völkischen Charakter“ des Zionismus Bereits zuvor knapp angesprochen ist, dass z.B. Stefan Ziefle in seinem Vortrag 2009 im Rahmen des Marx-is-muss-Kongresses den Zionismus als rein völkische Ideologie darstellt. Er bezeiht sich dabei auf dessen Ursprünge. Jedoch wird &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=84">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marx21 kritisiert den „völkischen Charakter“ des Zionismus</strong></p>
<p>Bereits zuvor knapp angesprochen ist, dass z.B. Stefan Ziefle in seinem Vortrag 2009 im Rahmen des Marx-is-muss-Kongresses den Zionismus als rein völkische Ideologie darstellt. Er bezeiht sich dabei auf dessen Ursprünge. Jedoch wird dessen Kritik nicht als historische Kritik verstanden, sondern wird der Staat Israel als Manifestation des zionistisch-völkischen Ideals einer orthodoxen Mindeheit im zionistischen Diskurs des 19. Jahrhunderts identifiziert. Eine konstitutive Rolle der Shoa wird für den modernen Staat Israel nicht in Betracht gezogen.<span id="more-84"></span></p>
<p>Die Kritik des Staates Israel wird auch gleichzeitig als Kritik des bürgerlich-kapitalistischen Nationalstaates an sich vollstreckt, während eine solche innerhalb der eigenen politischen Praxis bloß eine dezente Rolle (wenn überhaupt) spielt. Ein Kokettieren mit nationalistischen Logiken ist schließlich der ganzen Bandbreite parteipolitischer Mobilmachung zu entnehmen.</p>
<p>Denkt man die Identifizierung des Staates Israel mit völkischem Zionismus einerseits zusammen mit der Marx21 bestimmenden Kritik des Staates Israel <em>als jüdischer Staat</em>, so zeigt sich eine gefährliche Doppelmoral im Umgang mit der Kritik des Staates Israel. Denn die – im Übrigen in anderen Zusammenhängen uva. der eigenen Praxis unbestimmende – Kritik des Nationalgedankens trifft vor allem den Staat Israel, der von genannten Akteuren grundsätzlich in erster Linie als <em>jüdischer/zionistischer</em> identifiziert, die Logik des jüdischen Kollektivsubjekts in sich trägt.</p>
<p>Die besschriebene Kritik konstituiert also das jüdische Volk vermittels der Kritik des insbesondere <em>jüdischen</em> Staates Israel als Kollektivsubjekt, während sie im gleichen Atemzug die darin latente Logik ethnisch-religiös begründeten Nationalismus nicht als eigene Logik in der Beurteilung des Staates Israel reflektiert, sondern im Gegenteil als zionistische Logik brandmarkt.</p>
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		<title>Zur Nahost-Debatte innerhalb der Linkspartei (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 13:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage nach dem revolutionären Subjekt wird zum Kampf um die Deutung des Nationalsozialismus; Der orthodoxe Marxismus von Marx21&#38;Co verweigert sich strategischer Konsequenzen aus der Geschichte, indem er den Kapitalismus von den Eigentumsverhältnissen aus historisiert konstruiert. Die Eigentumsverhältnisse sind gewiss &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=60">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Frage nach dem revolutionären Subjekt wird zum Kampf um die Deutung des Nationalsozialismus;</strong></p>
<p>Der orthodoxe Marxismus von Marx21&amp;Co verweigert sich strategischer Konsequenzen aus der Geschichte, indem er den Kapitalismus von den Eigentumsverhältnissen aus historisiert konstruiert. Die Eigentumsverhältnisse sind gewiss Voraussetzung und Produkt kapitalistischer Vergesellschaftung, machen aber nicht ihr Wesen aus. Die von Marx zu Beginn seiner Auseinandersetzung mit der „Kritik der politischen Ökonomie“ analysierte Totalität gesellschaftlicher Verhältnisse wird ausgespart. Weiterführende Auseinandersetzungen neomarxistischer Schulen bis hin zur Kritischen Theorie bleiben ebenso weitgehend unberücksichtigt. Man orientiert sich so an einer unzeitgemäßen praktischen Lesart des Marxismus, die den ausgebeuteten Klassen ein grundsätzliches (revolutionäres) Klassenbewusstsein unterstellt, das als bloß duch die Oberen – und zwar intendiert – unterdrückt, von seiner Entfaltung in der proletarischen Revolution gehalten werde.<span id="more-60"></span></p>
<p>Als Basis des Nationalsozialismus verweigert man sich deshalb auch der These des „Tätervolks“ im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung. Vielmehr stellt man wiederholt Konglumerate zwischen Großkapital und Nazis heraus, konstatiert eine mächtige, kapitalstarke Propaganda als Erklärungsansatz für die stumme Zustimmung und aktive Teilnahme der Bevölkerung an Pogrom, Vertreibung und Massenmord. Es ist eine so plumpe Klitterung der realen Prozesse die letztlich im Holocaust endeten, dass mir eine weitere Beschäftigung damit als sinnlos erscheint. Angelegt wird die Klassenschablone ebenso auf aktuelle Prozesse.</p>
<p>Was daraus folgt kann man analog zum Diskurs innerhalb der Antisemitismusforschung „sekundären Antisemitismus“ nennen. Als analytische Kategorie trifft der Antisemitismusbegriff in diesem Sinnzusammenhang. Kaum einer der Autoren aus dem orthodoxen oder trotzkistischen Lager wird an dieser Stelle aber den Holocaust bewusst relativieren. Ein adressierter Antisemitismusvorwurf wird daher Personen aus dem trotzkistischen Lager erstens zu häufig nicht gerecht und zweitens auch in begründeten <em>Zusammenhängen</em> aufgrund des inflationären Gebrauchs innerhalb des linken Nahost-Diskurses unmittelbar und identitär abgewehrt.</p>
<p>Eine Relativierung erfolg indes doppelt: Die selbstverständlich revolutionäre Arbeiterklasse – eigentliche Basis des deutschen Faschismus – wird schließlich in dieser Betrachtung bloß an der Nase herumgeführt. Der Holocaust wird zur Sache eines kleinen Kapitalisten/Interessen-Zirkels; die Bevölkerung von ihrer Verantwortung freigesprochen. Und auch darin schwingen antisemitische Stereotype mit, bloß werden sie hier mit den Nazis identifiziert.</p>
<p>Aus Linksruck und Marx21:</p>
<p>Vgl. z.B.: &#8220;Wie Auschwitz möglich wurde&#8221;, Url: http://www.linksruck.de/artikel_1296.html</p>
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		<title>Zur Nahost-Debatte innerhalb der Linkspartei (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 16:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antizionismus]]></category>
		<category><![CDATA[DIE LINKE]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Linksruck]]></category>
		<category><![CDATA[Marx21]]></category>
		<category><![CDATA[Nahost]]></category>

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		<description><![CDATA[Agressiver Antizionismus, Solidarisierung mit Intifada und gewaltbereiten Antisemiten im Nahostkonflikt &#8211; Antisemitismus? Immer wieder keimt sie auf: die Nahost-Debatte in der Linkspartei. So uneinig wie an dieser Frage ist man sich selten. Ein Spektrum von möchtegern Nahostpolitikern hat die Spannweite &#8230; <a href="http://lula.bplaced.de/?p=22">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_52" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><strong><strong><a href="http://lula.bplaced.de/wp-content/uploads/2011/01/gaza11.jpg"><img class="size-medium wp-image-52" title="gaza1" src="http://lula.bplaced.de/wp-content/uploads/2011/01/gaza11-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Aus einer Massenmail von Marx21 - nur ein Bild von vielen.</p></div>
<p><strong>Agressiver Antizionismus, Solidarisierung mit Intifada und gewaltbereiten Antisemiten im Nahostkonflikt &#8211; Antisemitismus?</strong></p>
<p>Immer wieder keimt sie auf: die Nahost-Debatte in der Linkspartei. So uneinig wie an dieser Frage ist man sich selten. Ein Spektrum von möchtegern Nahostpolitikern hat die Spannweite von Marx21 bis BAK shalom, von agressivem Antizionismus, der Solidarisierung mit gewaltbereiten Antisemiten a la Hisbollah oder Hamas bis hin zu unreflektierter Solidarität mit jedweder Politik Israels und Aufforderungen zu Angriffskriegen. Aber letztere sollen mich zunächst nicht weiter interessieren. Zumal ich mir unsicher über deren Wirkung in der Nahost-Debatte innerhalb der Partei bin.</p>
<p>Viel mehr interessieren soll uns die Infragestellung des Existenzrechts Israels durch Marx21&amp;Co, stellt diese mit Sicherheit das größere Problem einer sich selbst als emanzipatorisch und antirassistisch verstehenden Partei dar.<span id="more-22"></span></p>
<p>Als schonunglose Kritiker eines angeblich auf purer Blut-und-Boden Ideologie fußenden Zionismus sieht man sich gerne innerhalb des ehem. Linksruck, so etwa Stefan Ziefle in einem Vortrag 2009. Auf dieser Seite des Konflikts spielt man gerne mit moralisierendem Appell, mit emotionalen Reflexen und Affektion. Das nicht zuletzt auch dann, wenn nach einer blutigen Auseinandersetzung im Gaza-Streifen Fotos verstümmelter Palästinenser-Kinder mit dem Aufhänger „Please let the world see this“ über Linkspartei-Verteiler emittiert werden. Wer kann nach diesen Bildern noch ein gutes Haar am Zionismus lassen, wer nachdem das Marx21-Magazin Rassismus, Islamophobie und Apartheid in Israel festgestellt und eine klare Täter-Opfer Linie im Nahen Osten markiert hat.</p>
<p>Ich möchte mich aber mit dem Rassismus innerhalb der israelischen Bevölkerung nicht weiter auseinandersetzen, da er mit dem puren Existenzrecht des Staates als bürgerlicher Staat im nahen Osten erstmal gar nichts zu tun hat – ebensowenig wie eine Beschäftigung mit Gründungsprozessen heute zu irgendeiner Entschärfung des Nahost-Konflikts beitragen könnten, auch weil derartige Debatten grundsätzlich auf konnotierten Kategorien wie Annektion, Vertreibung, Heimat, etc. aufgebaut werden. Es wird darin weder das Völkerrecht, noch die tatsächliche und historisch in Angriffskriegen der arabischen Nachbarländer manifeste Bedrohungslage des Staates Israel berücksichtigt. Es sei noch so viel hinzugefügt: Die Angriffe der arabischen Liga auf Israel endeten jeweils mit exorbitanten Gebietsverlusten an Israel. Eine Annektion erfolgte hier nicht nach israelischer Initiative.</p>
<p>Was mich aber interessiert ist die Frage, wie man als Organisation innerhalb der Linkspartei unabhängig von der immernoch aktuellen politischen Frage der nationalen Grenzen Israels, das Existenzrecht per se kritisieren oder ablehnen kann; wie man innerhalb einer Gewaltspirale zwischen dem weitgehend säkularen bürgerlichen Staat Israel, dessen Gründungsmythos heute mit antiquiertem Zionismus viel weniger zu tun hat, als mit der Singularität der Shoa – und andererseits islamistischen Terrororganisationen, deren Ideologie aus religiösem Antijudaismus und modernem Antisemitismus kumuliert, in letzteren eine Befreiungsbewegung erkennen mag. Dass dem so ist, geht aus zahlreichen Solidarisierungen von Linksruck und Marx21, sowie einzelnen Personen aus deren Umfeld mit Hamas und Hisbollah einerseits hervor<a name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a>, andererseits aus bspw. der Bezugnahme der Charta der Hisbollah auf die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“<a name="sdfootnote2anc" href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a>, sowie dem Aufruf der Charta zum Völkermord an den Juden. Eine Solidarisierung mit solchen Organisationen sollte eine politische Unmöglichkeit innerhalb der Linksparte darstellen. Im Gegenteil aber ist Marx21 insbesondere in westlichen Landesverbänden praktisch hegemonial, sind zahlreiche Mitglieder und fanatische Vertreter solcher Thesen in Landtagen und im Bundestag vertreten.</p>
<p>Wie kommt es also dazu, dass sich Linke mit glühendem Fanatismus jederzeit gegen Israel positionieren: vollkommen unabhängig von der dringlichsten Frage der Befriedung der Region, vollkommen unabhängig vom Anliegen der Linken, emanzipative Fortschritte zu erreichen?</p>
<p>Wie kommt es dazu, dass innerhalb einiger Strömungen der Linkspartei ein ungeheurer Eifer im Kampf gegen Islamophobie entwickelt wird, während Antisemitismus als Randphänomen wahrgenommen und bloß ein Lippenbekenntnis Problembewusstsein deutlich machen oder von der Annahme, es handle sich manches Mal um antisemitische Ressentiments, ablenken soll?</p>
<p><strong><em>Eine tiefergehende Beschäftigung mit hier aufgeworfenen Fragen folgt&#8230;&#8230;<br />
</em></strong></p>
<div id="sdfootnote1">
<p><a name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc">1</a>„Hamas 	und Hisbollah sind Teil dieses rechtmäßigen palästinensischen 	Widerstands. Wer Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit im Nahen Osten 	will, muss den Widerstand der Palästinenser unterstützen.“ Aus: 	Linksruck, 19.07.2006</p>
</div>
<div id="sdfootnote2">
<p><a name="sdfootnote2sym" href="#sdfootnote2anc">2</a>Vgl. 	<a href="http://www.thejerusalemfund.org/www.thejerusalemfund.org/carryover/documents/charter.html">http://www.thejerusalemfund.org/www.thejerusalemfund.org/carryover/documents/charter.html</a>, 	insbes. Artikel 7, 13, 32</p>
</div>
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